über mich
Meine Neurodiversität zieht sich wie eine rote, blinkende Autobahn durch mein Leben. Die erste Diagnose erhielt ich mit 29 Jahren vom PDAG. Aufgrund von Auffälligkeiten in meinem Lernrverhalten während meinem Studium riet die Psychologin vom ASK dringend dazu. Obwohl die Diagnose selbst nichts verändert hat, war es, als würde ein Fluch von mir abfallen. Alles, was ich brauchte, war eine Erklärung, warum ich so anders funktionierte. Ich lernte, gut mit meinen Besonderheiten, welche alle auch grosse Stärken darstellen, zu leben. Mir gefällt die bekannte Metapher mit dem Ferrari gut: Mein Gehirn hat den Motor von einem Ferrari und die Bremsen von einem alten Velo. Dies führt im Alltag immer wieder zu besonderen Herausforderungen.
Mit 2024 wurde die Diagnose (auf Wunsch meines Exmannes, ebenfalls neurodivers) durch Dr. Monika Ridinger bestätigt. Später im Jahr missglückte bei einem Kampfkunsttraining ein Wurf. Ich fiel auf den Kopf, erlitt ein mittelschweres Schädelhirntrauma mit Schleudertrauma. 3 Monate danach wurde ein Postkommotionelles Syndrom (Post Concussion Syndrom), 12 Monate danach eine MTBI (Mild Traumatic Brain Injury) diagnostiziert. Seither kann ich meinen Beruf (Klassenlehrperson 5. / 6. Klasse) nicht mehr ausüben. Mein Gehirn kann mit der ständigen Reizüberflutung nicht mehr umgehen. Dafür gelingt mir etwas anderes: Zum ersten Mal in meinem Leben gelingt es mir, das sanfte, bewusste Atmen dauerhaft in meinem Alltag zu integrieren. Es beginnt mich immer mehr zu faszinieren. Ich absolviere den Lehrgang zum Buteyko Atemcoach bei Ralph Skuban. Während einem längeren Klinikaufenthalt beginnen sich bei unserem sechsjährigen Söhnchen Verhaltensauffälligkeiten im Kindergarten zu zeigen.